Kathmandus Umgebung – Ein Ausflug nach Kirtipur

Gestern ging es nach Kirtipur, ein wirklich ruhiger Ort am Rande Kathmandus. Kleine Gassen, in denen meist die Newari leben, ein Volksstamm der viel Geschichte und Kultur mit sich trägt.

Abgeholt wurden wir mit dem Auto direkt am Hotel. Wir haben eine Tour gebucht, um die Kultur der Newar besser kennenzulernen. Die Fahrt dauerte etwa 30 Minuten, quer durchs trubelige Kathmandu, ein kurzes Stück über den Highway, der wie ein Ring um die Stadt führt. Überall die kleinen Shops mit allerlei Krimskrams. Autozubehör, Süßigkeiten, Putzutensilien und noch viel mehr Klimbim 🙂 Und auch hier natürlich wieder die kleinen Garküchen, in denen in großen Töpfen Momos gegart werden.

Angekommen in Kirtipur. Ein kleiner Anstieg führt uns zu einem kleinen Tempel, an dem Buddha geehrt werden kann. Diese kleinen Stätte gibt es in der ganzen Stadt verteilt. Wirklich verrückt: An nahezu jeder Ecke kann man zu seinem Gott beten.

Weiter geht es durch enge Gassen, die wir so aus Europa nicht kennen. Die Einwohner sitzen auf den Steinen in ihren Hauseingängen, reden, grübeln, lassen die Zeit vergehen. Es ist ruhig, ein krasser Gegensatz zu dem unentwegt laut schreienden Thamel.

Fast eine Erholung, diese Ruhe hier abseits zwischen den Einheimischen. Männer und Frauen treffen sich zum Reden, zum Austausch. Zum Spielen und gemeinsam die Zeit verbringen. Wenn, dann wird hier zwischen 10 und 16 / 17 Uhr gearbeitet. Danach ist „Gemeinsam-Zeit“ angesagt; mit der Familie, Freunden oder Bekannten. Ich entdecke 3 Männer, die beieinandersitzen. Das Gesicht gezeichnet von einem anstrengenden Leben. Ein bisschen wie in italienischen Dörfern, wo die Männer rauchend zusammensitzen und reden. Hier ist es anders. Ruhiger, wenig aufgeregt, einfach nur sein. Gemeinschaft ist hier wichtig.

Und auch hier spielt natürlich die Religion eine große Rolle. Tempel, Götter und Göttinen säumen die Gassen und besetzen freie Plätze. Auch Tieropfer werden regelmäßig erbracht, und den Göttern geopfert. Meist Ziegen, die getötet werden und ausbluten. Das Blut wird an die Opferstelle gebracht, die Gottesfigur damit bespritzt und so dem Gott Ehre erwiesen. Eine andere Welt, ein etwas befremdliches Gefühl, wenn man so an das beschauliche Deutschland denkt mit Ostsee im Norden und den Alpen im Süden…

Reisen ist toll, um den Blickwinkel zu ändern, eine andere Sicht auf das „Normale“ in der eigenen Welt zu bekommen. Und natürlich neue Kulturen kennenzulernen. Hier in Nepal einmalig, da das Land komplett anders funktioniert als Europa. Ich bin gespannt, was mich noch erwartet, überrascht, glücklich und traurig macht! 

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