Bangkok! Endlich Bangkok! Ein Mix aus Tradition und Moderne. Ein bunter Strauß aus trubeligen Märkten, voll gestopften Straßen, lecker riechendem Essen, Massage-Angeboten und vor allem eins: Heiß und feucht! Bangkok holt mich sofort ab. Die Gegensätzlichkeit in dieser Stadt ist einfach gingantisch!
Ich steige nachmittags in den Flieger von Thai Airways International. Nur etwa 3 Stunden Flug von Kathmandu nach Bangkok. Und schwups! Taucht man ein in eine komplett andere Welt. 3h Flug und ich steige aus in einer Stadt, die mit fast 11 Mio Einwohnern riesig groß ist und alles mitbringt, was ich mir auf Reisen wünsche: Vielfalt!





Die Vielfalt zeigt sich schon bei der Fahrt vom Flughafen zum Hotel in Chinatown. Vom modern gestalteten Flughafen fährt eine Metro direkt in die Stadt. Nur 1x umsteigen und schon stehe ich in Chinatown, gehe durch enge Gassen, schnuppere die ersten Suppen, die in den Garküchen zubereitet werden und verschwinde in das wahnsinnig angenehm heruntergekühlte Hotel. CheckIn super, Zimmer wunderbar mit grandioser Aussicht. Ich stehe am Fenster, blicke in die Ferne zwischen Tempel und Bürogebäude hin und her. Gegensätzlicher kann es nicht sein. Ich packe gemütlich aus, gehe noch einmal eine Runde durch die umliegenden Straßen und zurück ins Hotel zum Abendessen. Der nächste Tag wartet mit einer Stadttour auf mich. Den liegenden Buddha besuchen, von Tempel zu Tempel gehen, mich durch die Straßen tragen lassen und in Mensch und Kultur eintauchen. Das war die Idee, der Plan.











Meine Nacht war kurz, unruhig. Ich habe kaum geschlafen, obwohl das Bett sooo bequem war. Meine Gedanken kreisten um tausende Dinge, die noch vor mir lagen. Sie verbreiteten eine Unruhe, die mich nicht schlafen ließ.Ich stehe am nächsten Morgen auf, besorge mir einen Kaffee, etwas Frühstück im Hotel. Auf dem Weg zum Hop On Hop Off Bus springe ich noch schnell in einen 7Eleven Shop rein und hole mir eine SIM Karte. So bin ich auch unterwegs mit guter Mobile-Abdeckung versorgt zum Navigieren und Rechechieren unterwegs.
Ich treffe ein Schweizer Paar, das ich in Nepal auf dem Manaslu Trek kennengelernt habe. Sehr lustig… Zufall! Sie sind für 6 Monate auf Reisen und erkunden einen Teil der Welt. Wir fahren gemeinsam durch die Stadt, schlendern durch die Straßen, gehen in Geschäfte und essen zu Mittag. Völlig frei, ohne festen Plan. Ein toller Rhythmus, den wir zu dritt genießen. Wieder begegnet mir diese unglaubliche Vielfat dieser Stadt. Die Hitze und die schwüle Luft machen müde. Und dennoch treibt es uns weiter durch die Straßen und in den Bus. Weiter zu den nächsten Stationen.
Beim Einbruch der Dunkelheit steige in ein Taxi ein, zurück zum Hotel. Ich hole meinen Rucksack aus dem Zimmer, checke aus und fliege unerwartet schnell zurück nach Europa. Mein Ziel: München und von da weiter nach Südtirol. Herbst in den Dolomiten, Herbst in Osttirol und ein paar anstrengende Wochen im November später starte ich wieder mit der Arbeit. Auf dem Weg in mein neues Ich.
Die Reise hat einiges ausgelöst und mich verändert. Ich genieße diese Veränderung, ich lebe freier, ich lebe offener und wesentlich bewusster als vorher. Ich bin gewachsen, an allem was seitdem auf meinem Weg lag und noch liegen wird. Eine Reise zu mir, könnte man sagen. Und DAS ist das wirklich Wunderbarste, das passieren konnte!