Ehrlich… eine Erfahrung reicher aber mehr nicht! Nepalgunj ein kleiner Ort in Nepal an der indischen Grenze.
Ich war vorgewarnt, dass es sehr heiß ist. Und feucht. Ich habe mich darauf eingestellt, einfach nur zu schwitzen. Aber ehrlich: Sowas habe ich noch nicht erlebt! Die Luft klebt quasi an dir. Sie haftet und hinterlässt einen schwitzigen Film auf der Haut. Ich frage mich wirklich, wie sich der menschliche Organismus an dieses Klima gewöhnen kann.
Die Ankunftshalle mit ein paar Leuten unseres Flugs. Alle warten auf das Gepäck. Das ganze funktioniert so: Anstellen, Gepäckzettel hinhalten, Gepäck mitnehmen. Quick & Dirty! Keine Bänder, an denen man doof rumsteht. Ein einziger verteilt das Gepäck an die Wartenden. Sehr cool irgendwie. Wenn die Hitze nicht wäre 😉 Die bringt mich um, weil alles klebt und auf den Kopf drückt. Crazy, aber scheint kaum jemanden ausser mich zu stören. Nachdem wir das Gepäck bekommen haben, gehts mit dem Taxi zur Unterkunft. Hellblau gestrichen, kleiner Garten und immer noch heiß 😉
Traveller‘s village heißt das Hotel. Einfache Zimmer, bequemes Bett und ein Bad mit eigenartiger Dusche. Die versprüht das Wasser nämlich etwas im Bad. Das wichtigste: Die Klimaanlage! Ein Traum. Im Raum konnte man sich also gut aufhalten. Sobald die Tür aufgeht bläst mir ein Hitzeball entgegen. Kaum auszuhalten!
Ich schalte mir Musik an, um die Stille zu übertönen. Ich bin total erledigt. Der Tag ist gut gestartet. Kleines Frühstück, Kaffee, etwas Wasser. Einstieg in den Flieger- alles easy. Neben mir ein Nepalese, der mit seinen beiden Freunden den Dolpa Circuit gehen will. Alle 3 sprechen astreines englisch. Kein Wunder: Studium „in the US“ für 2 Jahre. Etwas durch Europa getourt, also die Welt gesehen im Vergleich zu vielen anderen unter uns. Will ich mich ihnen anschließen? Nein! Es soll doch meine Reise werden, meine eigenen Erfahrungen ohne „Fremdeinwirkung“. Jetzt, hier im Zimmer bin ich irgendwie aufgeschmissen. Überwältigt von Wärme und Feuchtigkeit. Hunger kommt gar nicht auf. Die Nervosität steigt. Ich schaue aus dem Fenster und überlege, ob es nicht doch eine gute Idee wäre, was zu essen. Entscheidung: Ja. Ich gehe rüber ins Restaurant. Die Angestellten sitzen am Tisch, reden und spielen Karten. Als ich eintrete, strömen alle auseinander und gehen irgendwelchen Tätigkeiten in Küche und Gastraum nach. Aufgescheucht durch einen Gast. Ich habe das Gefühl, ich bin die einzige. Der Gastraum schrecklich heiß, die Luft steht, man kann kaum atmen. Dann wird die Klimaanlage angeschaltet. Ich bereue meine Entscheidung in dem Moment. Es schnürt mir den Magen zu!
Essen bestelle ich trotzdem. Nudeln, Kraft für den anstehenden Tag. Gegessen habe ich nicht einmal die Hälfte. Auch die Flasche Wasser hat nicht geholfen. Wieder klebt die Luft an mir. Ich esse etwas, gehe wieder in mein Zimmer und lege mir Musik auf die Ohren… die Nacht kann langsam kommen. Ab und an ein Stromausfall, die Klimaanlage fällt aus. Es wird schnell heiß. Zum Glück springt sie schnell wieder an. Die Nacht überstehe ich irgendwie…
Dieses Klima und ich werden wohl keine Freunde mehr 🙂