Die Luft ist salzig, die Sonne steht über meinem Kopf, nicht senkrecht aber doch sehr heiß. Willkommen bei den Flamingos!
Etwa eine Stunde dauert die Fahrt von San Pedro de Atacama zur Laguna Chaxo. Der Eintritt ist schenlle bezahlt und schon geht es los mit dem kleinen Rundgang durch die Salzwüste. Ein eigenartiger Ort, der gänzlich ruhig und abgeschieden scheint. Und doch verirren sich eine Touristen hierher, um die Flamingos zu beobachten.
Der Rundgang dauert – wenn man langsam geht – 45 – 60 Minuten und führt vorbei an den Lagunen, wo die Flamingos ihre Shrimps essen. In Chile gibt es 3 Arten von Flamingos: Chilean, Andean and James Flamingos. Die einen mit schwarzem Schwanz, die anderen mit rosa-farbenem Schwanz. Und James… haben wir nicht gesehen 🙂
Die Flamingos stehen da und pocken im Salz und Wasser. Es reicht ihnen, wenn sie das Wasser aus den Shrimps aufnehmen. Und ja: Die Shrinps sind für die Farbe der Flamongos verantwortlich. Die jungen Flamingos sind noch weiß, die älteren werden rosa, weil sie im Laufe ihres Lebens mehr von den Shrimps gemampft haben. Der Weg führt durch salzigen Boden und auf abgesteckten Wegen durch die Lagunen.
Das wirklich beeindruckende ich die salzige Luft, die man förmlich schmecken kann. Manchmal riecht es nach Schwefel.





Ab und an fliegen die Flamingos von der einen zur anderen Stelle. Mit breiten Flügeln segeln sie über die flache Landschaft und landen entspannt an der nächten Wasserstelle.
Auf dem Rückweg halten wir an einem winzigen Ort, der im Grunde aus ein paar flachen Häusern, einer Kirche und einem kleinen Souvenierlädchen besteht. Hier zu leben wirkt sehr skurril. Niemand ist auf den staubigen Straßen unterwegs in dieser Mittagshitze. Ein Leben in der Atacama Wüste…




Die Menschen hier leben vom Tourismus, früher auch von Landwirtschaft und von den Minen, die Carbon schürfen. Es ist schon spannend, das alles zu sehen. Man muss sich darauf einlassen, hier zu leben. Oder wächst hier auf. An der Rezeption des Hotels arbeitet ein Chilene, der in Chile geboren ist, viele Jahre in Deutschland, München, lebte und nun wieder zurück ist. Er liebt es hier in der Wüste zu sein. Viele andere sind hier geboren und werden hier bleiben, obwohl sie auch in anderen Teilen Chiles gelebt haben. Mein preferred place wird es nicht, obwohl es sehr beeindruckend ist, die ganzen Eindrücke einzusammeln.